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W123 on Ice
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Der Winter hat uns fest im Griff

Wir sind ja einiges gewohnt hier im Norden zur ersten Messe des Jahres. Kälte, Regen und Wind oder das ganz normale norddeutsche Schietwetter, aber das was wir seit Mitte Dezember hatten und noch bis März dauern sollte, war auch uns zu viel. Gegen das schlechte Wetter kann man sich ja anziehen, aber bei diesen Verhältnissen ein Fahrzeug in einen Ausstellungswürdigen Zustand zu bringen? Dazu gehört schon viel Enthusiasmus. Aber wir wären nicht der Stammtisch Bremen, wenn wir nicht auch dafür eine Lösung gefunden hätten.

Aufgrund des noch weiter geschrumpften Messestandes, wollten wir unseren Stand ganz puristisch gestalten und uns mit nur einem Fahrzeug begnügen. Eine US-Version sollte es sein. Aber wie oben schon beschrieben, deutete das Wetter schon früh seine Verweigerung zur Mitarbeit an und wir mussten uns dann relativ kurz vor der Messe für ein anderes Vehiculum entscheiden, sonst wäre unser Stand im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu puristisch ausgefallen, denn wir hätten keinen W123 ausstellen können.

Im Fortlauf der Wirtschaftskrise wollten natürlich auch wir sparen und den Transport unserer Utensilien und Standdekorationsmittel wieder in Eigenregie übernehmen, mit eigenem Zugfahrzeug und Anhänger. Aber das nächste Unheil bahnte sich schon an.

Am Mittwochabend blieb dann unser Zugfahrzeug irgendwo im Nirgendwo in der norddeutschen Tiefebene mit Radlagerschaden liegen und das zur Verfügung stehende Ersatzfahrzeug bot sich leider nicht als adäquater Ersatz an. Also musste wieder schnell etwas organisiert werden. Zum Glück fuhr in der Verwandtschaft noch ein „Alter Schwede“ rum, den wir für uns gewinnen konnten und der einen guten Ersatz darstellte.

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Aufbaustimmung
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"Fummelarbeit"

So konnte erst am Donnerstag Morgen mit dem Einladen von Sack und Pack begonnen werden, was natürlich wieder zu einer verspäteten Anreise zu den Messehallen führte. Aber hier haben wir uns ganz an unsere Stammtischtradition gehalten: „Wie? Ihr seid schon da. Ich sagte doch, dass wir uns um (verstohlener Blick auf die Uhr, um die aktuelle Uhrzeit abzulesen und sie dann laut auszusprechen) . . . treffen wollen. Was seid ihr auch immer so früh da.“.

Aber wenigstens der Aufbau klappte reibungslos, wenn man mal von gefährlichen Brandwunden und missverständlich in die Kamera gehaltenen Körperteilen absieht. Auch der Altpapierhändler vis-à-vis verhielt sich ruhiger als sonst. Wir hatten ihn wohl mit Martinshorn und Blaulicht im letzten Jahr schwer beeindruckt.

Von zirpenden Grillen begleitet, brachten wir den ersten Messetag zu Ende. Die Besucher konnten kommen. Voller Erwartungen auf reichlich Messebesucher, interessante Gespräche, einige neue Mitglieder die wir zu gewinnen hofften, sowie einen erträglichen Verkauf aus dem Clubshop, fanden wir uns am frühen Freitagmorgen auf unserem Messestand ein.

Eine letzte Kontrolle, ob alles da und alle anwesend sind. Die Besucher konnten kommen. Doch es erklang eine schrille Stimme aus dem Hintergrund: „Wo sind die Aufnahmeanträge?“. Schweigen im Walde. Hatte natürlich wieder keiner daran gedacht. Aber zum Glück gibt es ja noch den arbeitenden Teil des Stammtisches. Schnell eine Telefonverbindung durch die halbe Republik angemeldet und sich von besagter arbeitenden Person den Aufnahmeantrag per Mail an den nächst gelegenen Internetanschluss schicken lassen. Der Frühsport war also auch gesichert, da ja jemand den Antrag in mehrfach gedruckter Form, abholen musste.

Keine Minute zu früh trafen die Anträge am Stand ein. Den schon der erste Besucher begrüßte uns mit den Worten: „Guten Morgen, ich will Mitglied werden.“ Das fing ja gut an.

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Einfach mal den Gedanken nachgehen
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Der Andrang ist groß

Über die drei Messetage an sich gibt es eigentlich keine besonderen Berichte zu machen. Sie waren, wie immer, angefüllt mit interessanten Gesprächen, spannenden Begegnungen und neuen Mitgliedern, die wir in Empfang nehmen durften und ein erstaunlich hohes Interesse an unserem Club Shop.

Eine Besonderheit ist uns aber doch aufgefallen. Erstmals fanden mehr Besucher den Weg zu unserem Stand und wollten einen W123 erstehen, als Personen kamen, die uns ihren Wagen verkaufen wollten. Ein Phänomen, dass uns für die Zukunft hoffen lässt, dass der Stammtisch, der Club und der W123 im allgemeinen, sich immer größerer Beliebtheit erfreut und uns in den nächsten Jahren noch viele neue Mitglieder bescheren wird.

Natürlich konnte die Messe nicht ohne das übliche Highlight zum Schluss zu Ende gehen.
„Ganz großes Kino“ spielte sich hier mal wieder ab. Jeder wollte zum Abbau der erste sein und so wurde bereits um 17.30h, aufgrund von versiegendem Besucherstrom und einer Allgemeinen Aufbruch- bzw. Abbruchstimmung, auch bei uns mit dem Abbau des Standes begonnen.

Zunächst vor und dann auch in den Messehalle entwickelte sich zunehmend chaotische Zustände. Jeder organisierte sich selber, aber niemand koordinierte Alle zusammen. Wir haben aber trotzdem alles zusammenpacken und schließlich auch wieder in unseren Transportbehälter unterbringen können. Nachdem alles in unsere Scheune gebracht und der Rest auf die jeweiligen PKW umgeladen wurde, ging die diesjährige Messe am späten Sonntagabend zu Ende.

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Ein Ort der Ruhe
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Heute noch genauso aktuell wie damals

Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, indem wir dann unseren ununterbrochenen Auftritt auf der Bremen Classic Motorshow seit 2003 fortsetzen werden.

Jörg Hillmann

Zum Abschluss noch ein paar Bilder.

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Noch haben wir ihn versteckt
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Wir sind's
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Da steht er
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Unverkennbar
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Och nö!
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Heckansichten
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Das freundliche Gesicht
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Der Stern funkelt noch
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Der hat sich wohl verfahren?