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...dann hat er auch etwas zu erzählen. So auch der Protagonist, und seine Begleiter unseres
diesjährigen Messestandes auf der Bremen Classic Motor Show.
Da wir vom Stammtisch Bremen ja alle ein wenig spleenig sind, und dazu zählen natürlich auch unsere beiden
Stammtischkollegen, die Anfang 2010 mit einer verrückten Idee aufwarteten, war schnell klar, sollten diese beiden
das Unternehmen starten, brauchten wir uns um unseren Messestand 2011 nicht mehr groß zu kümmern. Und so kam es dann
auch. Nach dem Motto: wir sind dann mal weg, begaben sie sich Mitte August auf eine Reise gen Osten. Natürlich mit
einem W123. Für den Rest der Mannschaft stand sofort fest: dieses Auto, vorausgesetzt, es findet den Weg nach
Deutschland zurück, musste seinen Platz auf der Messe bekommen. Also legten wir erst mal die Hände in den Schoß und
warteten auf die Rückkehr der Abenteurer.
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Seltsame Botschfaten erreichen uns!
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Die Kompetenz! |
Pünktlich erreichten die beiden Weltenbummler wieder die Heimat und waren wohl auf. Geraume Zeit
später sollte dann auch das Reisefahrzeug, nicht umsonst war es ein W123 T-Modell (Touristik und Transport), wieder in
der Heimat eintreffen, und zwar unbeschadet. Jetzt galt es nur noch ein entsprechendes Konzept für den Stand zu
entwickeln. Dieses gestaltete sich, anders als in den letzten Jahren, ziemlich einfach. Das Fahrzeug, seine Mitfahrer
und die Geschichten, die sie zu erzählen hatten, waren das wichtigste. Hinzu kam nur noch ein großes Transparent mit
dem Routenverlauf und zwei digitale Bilderrahmen, auf denen die unzähligen, auf der Tour gemachten Bilder gezeigt
wurden. Fertig. Gespannt warteten wir auf das Messewochenende.
Bereits am Mittwochabend wurden alle benötigten Utensilien für den Messestand in den angemieteten Transporter
verladen. Ausreichend Artikel aus dem Clubshop waren auch bereits bei unserem Messe-Gehirn angekommen und wir hatten
diesmal sogar an ausreichend Aufnahmeanträge gedacht. Der Aufbau konnte beginnen.
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Pünktlich, und dies ist ein Novum für uns, trafen wir uns am Donnerstag morgen um 10 Uhr zum Aufbau
in den Messehallen. Dank der guten Zusammenarbeit mit den anderen vertretenen Mercedes-Clubs, konnten wir ein schönes
"Eckgrundstück" in Beschlag nehmen. Der Aufbau verlief dann auch ohne Probleme und Gezänk. Natürlich konnten wir uns
nicht verkneifen reichlich Häme gegen unseren alljährlichen Nachbarn von schräg gegenüber, den Altpapierhändler, zu
verteilen. Allerdings fehlte doch noch ein entscheidender Posten des Clubshops: die Kaufberatung für den W124 und
für historische Becker Radios. Nach Rücksprache mit dem Club und der zuständigen Druckerei war klar: die Bücher
könnten uns rechtzeitig erreichen. Aha.
Nun galt es noch das Exponat auf den Stand zu bringen. Nach 3.000 km Einfahrtest und ca. 14.000 Tourkilometer vom
Bremen nach Shanghai, sollte sich die lächerlich geringe Entfernung vom momentanen Parkplatz bis in die Messehallen
als unkompliziert erweisen. Und da ausnahmsweise auch das Wetter mitspielte, es war kalt und trocken, konnte der 300TD
in ungeputztem original Tour-Zustand auf dem Stand platziert werden.
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Geordnetes Chaos |

Eigentlich fertig, oder?! |
Es wurde zwar noch ein wenig an der mangelnden Beleuchtung am Stand gemäkelt, aber wir wollten es zunächst dabei belassen
und die Verhältnisse am ersten Messetag abwarten.
Der Aufbau war abgeschlossen. Einige wollte zwar noch die Strich 8 Bar in der Nachbarschaft besuchen, wir entschlossen
uns aber darauf zu verzichten und uns noch ein wenig für die kommenden Messetage zu schonen. Schließlich sollten die
Messebesucher unsere ganzen Aufmerksamkeit erhalten und nicht die "Damen" in der Bar. Die Messe konnte beginnen.
Freitag morgen, der erste Messetag, das Wetter hatte sich verschlechtert und zeigte sich typisch norddeutsch.
Dementsprechend schleppend kamen auch die ersten Besucher in die Hallen. So blieb aber für uns noch etwas Zeit, den
Messestand mit zusätzlicher Beleuchtung auszustatten, die von unseren Gästen anderer Stammtische als unzureichend
bezeichnet wurde, zumindest von denen, die gleich am Freitagmorgen den Weg auf den Stand gefunden hatten. Ihr Wunsch
war uns Befehl. Dies war auch die richtige Entscheidung, wie sich nach der Montage herausstellte. Inzwischen hatten
es auch die W124-Kaufberatung und die für historische Becker Radios an unseren Stand geschafft. Ein ausreichendes
Umsatzpotential war damit vorhanden.
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Schnell entwickelten sich die ersten interessanten Gespräche mit den Besuchern. Hier waren in der Hauptsache
die beiden Teilnehmer an der Tour gefragt, die natürlich eine Menge zu erzählen hatten. Allgemeine Bewunderung über die Reise und
das verwendete Fahrzeug machte sich breit.
Als sich die ersten potentiellen Neumitglieder schon am Freitagmorgen auf dem Stand einfanden, kamen die ersten in Hochstimmung
und riefen das Motto aus: so viele neue Mitglieder für den Club zu finden, wie möglich! Als wir am Sonntagabend die ausgefüllten
Aufnahmeanträge zählten, kamen wir auf elf neue Mitglieder. Ein beachtlicher Erfolg.
Der erste Messetag ging dann auch ruhig zu Ende und wir trafen uns am Abend wieder zu unserem "Messestammtisch". Dies sollte die
Ruhe vor dem Sturm sein.
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Gesprächskreis |

Chinesische Zeichen |
Am Samstag sollte uns ein bisher nicht dagewesener Ansturm von Besuchern erwarten. Selbst Mittags
waren die Schlangen vor den Kassenhäuschen noch 50 Meter lang. Offensichtlich war nicht mit so vielen Besuchern
gerechnet worden. 20.000 sollen es nach Schätzungen gewesen sein. Dementsprechend schlug sich das auch auf unserem
Stand nieder. Ein nicht enden wollendes Gewusel von Menschen. Unsere beiden Tourteilnehmer waren im Dauereinsatz und
redeten sich den Mund fusselig. Auffallend war, dass die Anzahl derer, die ein Fahrzeug verkaufen wollten, sehr gering
war. Allerdings fanden sich auch nur wenige auf dem Stand ein, die ein Fahrzeug kaufen wollten. Die größte Anzahl
waren tatsächlich diejenigen, die sich gerade einen W123 gekauft hatten oder schon länger im Besitz eines Wagens
befanden und natürlich Unterstützung bei einem Club suchten. Dementsprechend häuften sich die ausgefüllten
Aufnahmeanträge. Nicht zuletzt auch wegen unserer überzeugenden Darstellung der Vorteile, die eine Mitgliedschaft
mit sich bringt. Einige wollten zwar noch kurz überlegen, ob sie eintreten oder nicht, kamen aber, nachdem sie die
nächste Ecke umrundet hatten, zurück und füllten den Antrag aus. Entweder waren wir es oder man(n) ging der
Diskussion mit der eigenen Frau aus dem Weg.
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Dieser Samstag war sicherlich einer der erfolgreichsten in unserer bisherigen Messegeschichte.
Dementsprechend erledigt waren wir auch an diesem Abend, den einige noch beim Inder verbrachten, andere es aber doch
vorzogen, den Abend entspannt zu Hause zu Ende zu bringen, sollte doch noch der Sonntag und der darauf folgende Abbau
des Standes auf sich warten.
Der Sonntag, traditionell der Familientag, verlief wesentlich ruhiger als der Samstag. Der große Sturm hatte sich
gelegt, zumindest in den Hallen. Das Wetter war allerdings für Anfang Februar mal wieder typisch, wurde im Laufe des
Tages aber besser und ließ auf einen ruhigen Abbau hoffen. Viele Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen fanden sich am
Sonntag auf unserem Stand ein. Viele Gespräche wurden geführt und die Besucher konnten immer noch für das geleistete
Pensum der Tourteilnehmer und die Zuverlässigkeit des W123 auf der Strecke begeistert werden.
Zufrieden und etwas erschöpft machten wir uns, nachdem die letzten Besucher den Stand verlassen hatten, an den Abbau.
Schließlich musste noch alles am Sonntagabend erledigt werden, die meisten von uns mussten ja am Montag wieder zur
Arbeit.
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Big Brother is watching you! |

Heckansichten |
Nach dem üblichen Gezänk, wer, was, wann, wieso und überhaupt abbauen sollte, ging der stürmische
Abbau auch schon los. Nachdem die Clubshop-Kasse und die ausgefüllten Aufnahmeanträge in Sicherheit gebracht waren,
machte sich zwar etwas Unordnung breit, trotzdem blieb am Ende kein Teil übrig und alle Kisten konnten nach Vorgabe
befüllt werden.
Gegen 23:30 Uhr hatten wir dann auch alles erledigt, der Messestand war in seinem Lager und der Transporter wieder
abgegeben. Wir hatten wieder eine Messe hinter uns gebracht und dabei erfolgreich Werbung für den Club gemacht.
Nun beginnt das Warten auf die nächsten Veranstaltungen in diesem Jahr, das Jahrestreffen im niederländischen Sneek und
das große Treffen zum 125jährigen Jubiläum von Mercedes-Benz in Berlin Tempelhof. Natürlich muss auch wieder die
nächste Messe geplant werden, da sind wir aber ganz optimistisch und lassen es erst mal ruhig angehen. Schließlich
wird es unser zehnter Auftritt auf der Bremen Classic Motorshow sein. Wir bringen also reichlich Erfahrung mit.
Bis zum nächsten Jahr.
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