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Der Mercedes-Benz W123-Club war mit einem 300TD aus dem Baujahr 1984 und zwei Bremer Stammtischkollegen dabei.
Am Morgen des 18. August 2010 macht sich eine Gruppe von Mitgliedern des W123-Club-Stammtisches
Bremen auf den Weg, um mit ihren Fahrzeugen im Konvoi das vom Clubmitglied Jan Carsten Dörgeloh zur Verfügung
gestellte Team-Fahrzeug mit den beiden Fahrern Lutz Wilkening und Günter Kratsch durch die Bremer Innenstadt zum
Bremer Marktplatz zu begleiten.
Dort, vor dem Weltkulturerbe Rathaus und Roland, ist der Startplatz für die
Langstreckenrallye von Bremen zur Weltausstellung „Expo 2010“ nach Shanghai eingerichtet. Sternförmig, auf dem
Hanseatenkreuz des Platzes, werden die neun Rallye- und die drei Begleitfahrzeuge platziert. Unter großer Anteilnahme
der Medien – Fernsehen, Zeitungen etc. - und Bremer Publikum werden die Rallyeteilnehmer durch die Generalkonsulin aus
Hamburg, Frau Hongmei Chen, und dem Bremer Senatspräsidenten, Bürgermeister Jens Böhrnsen, verabschiedet.
Der Deutsch-Chinesische Reiseorganisator „China-Tours“ hat extra einen Triumphbogen aufgebaut, durch den zum Abschied
die teilnehmenden Fahrzeuge auf die rund 14.000 Kilometer lange Strecke geschickt werden.
Die Mitglieder des Stammtisches Bremen begleiten die Fahrzeuge noch bis zur ersten Lagebesprechung am Unisee in Bremen,
um noch einmal den Teilnehmern alles Gute mit auf den Weg zu geben und ihnen viel Freude an dem Abenteuer und gutes
Gelingen zu wünschen.
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Verabschiedung der beiden Bremer Rallye-Teilnehmer Lutz Wilkening (links) und Günter Kratsch (rechts) durch
Senatspräsident und Bürgermeister Jens Böhrnsen |
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Die Route führt uns zunächst über Leipzig und Liegnitz nach Krakau in Polen. Dort wird uns vom
lokalen Oldtimerclub „Krakowski“ ein herzlicher Empfang mit Brot, Salz und Wodka bereitet. Eine Rundfahrt durch die
wundervolle Stadt, diesmal aber mit Elektroautos, schliesst sich an.
Das nächste Ziel, Lemberg, befindet sich bereits in der Ukraine, nach Russland das zweitgrößte Land Europas. Die
Bauten aus der Habsburger Zeit, besonders das klassische Opernhaus, sind sehenswert. Nach diesem kurzen Zwischenstopp
fahren wir weiter ins Landesinnere. In Kiew, der Hauptstadt des Landes und die nächste Etappe der Tour, erleben die
Teilnehmer die Feierlichkeiten zum „Tag der Unabhängigkeit“. Der riesige Flohmarkt am Sonntag Vormittag im Umkreis
der Basilika, ist für einige Teilnehmer eine wahre Raritätenfundgrube.
Die Straßen in der Ukraine sind durch den enormen LKW-Verkehr stark abgefahren und weisen lange tiefe Längsrillen
auf, die, um nicht in Bodenberührung zu kommen, von den Fahrern hohe Konzentration erfordern. Desgleichen ist auch
ein permanenter Blick auf den Tacho zu richten. Ständig lauern versteckte Polizeiposten, um oftmals, speziell von uns,
ungerechtfertigte Strafbons einzufordern, die natürlich in Euro zu bezahlen sind.
Bei Dnjepropetrows überqueren wir auf einer langen Brücke einen großen europäischen Fluss, den Dnjepr, und erreichen
nach 1600 Kilometern Fahrt durch die Ukraine die russische Grenze, um kurz dahinter in der Kleinstadt
Kamensk-Shachtinskiy in einem völlig heruntergekommenen Hotel aus den 50er Jahren Unterschlupf für die Nacht zu
finden. Trotzdem ist der Aufenthalt in der Kleinstadt ein Erlebnis der besonderen Art. Die Bevölkerung bestaunt die
Autos und nimmt regen Anteil an der Reparatur eines Fahrzeuges: Wagen 2, ein Ford Phaeton Replika, Bj. 1982, der
zeitweise in Brand gerät. Auf dem nahem Bahnhof, erbaut in der Zarenzeit, kann man die langen Eisenbahnzüge und das
Leben im Wartesaal beobachten.
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Beeindruckendes Denkmal auf dem Mamajwe-Hügel beim heutigen Wolgograd zur Erinnerung an die
Schlacht von Stalingrad im 2. Weltkrieg |
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Die nächsten 400 Kilometer Straße nach Wolgograd sind gespickt mit Erinnerungsdenkmälern an die
Kriegshandlungen des zweiten Weltkrieges. In der Stadt selbst besuchen wir das beeindruckende Kriegsdenkmal auf
dem Mamajew-Hügel, dass zur Erinnerung an die Millionen Toten in der Schlacht um Stalingrad von 1942/43, erbaut wurde.
Uns allen geht der Besuch sehr nahe.
Als nächstes wird Astrachan im Mündungsgebiet der Wolga erreicht, eine Stadt, die ähnlich Moskau einen Kreml hat, der
zum Weltkulturerbe zählt. Sehr beeindruckend ist dann die Motorbootfahrt ins Wolgadelta.
Ähnlich wie in der Ukraine betätigen sich auch die russischen Polizisten als Wegelagerer. Besonders betroffen sind die
hinteren Fahrzeuge des Konvois, die schließlich schon getragene T-Shirts, Zigarren, Zigaretten, Feuerzeuge und sonstige
„Souvenirs“ weg geben, um die Polizisten wieder loszuwerden.
Zwischen Astrachen und Atyrau, am Beginn der nördlichen Seidenstraße, wird die Grenze zwischen Europa und Asien
überquert. Der Ural-Fluss stellt dabei nicht nur die geografische Grenze zwischen diesen beiden Erdteilen dar,
sondern auch die Grenze zwischen Russland und Kasachstan. Die Abfertigung dauert vier Stunden.
Die Landschaft hat sich total verändert. Steppen- und Halbwüsten werden durchquert. Die ersten Kamele sind zu sehen
und statt Kirchen beherrschen nun Moscheen die wenigen kleinen Ansiedlungen an der Straße. Auf der mit Schlaglöchern
übersäten Piste sind fast nur Lkw der Spedition Willy Betz, teilweise mit ausländischen Kennzeichen, zu sehen. Sie
sind zur Versorgung der deutschen Soldaten im immer näher rückenden Afghanistan im Einsatz.
Die nächste Grenze wird wieder nach elendig langer Abfertigung passiert. Fast im Dunkel erreichen wir Usbekistan
und finden einen Übernachtungsplatz in einer Teestube. Der dortige Fußboden muss als Schlafplatz ausreichen.
Trotzdem ist der Abend bei Kerzenschein urgemütlich. Waschen am nächsten Morgen ist nicht möglich. Immerhin ist
das Zähneputzen durch den bordeigenem Wasservorrat sichergestellt. Für die restliche Körperpflege muss ein Deo
reichen.
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Unser Fahrzeug vor dem palastartigem Mausoleum Gur-e Amir des Mongolenherrschers an der
sagenumwobenen Seidenstraße in Usbekistan |
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Die Tour auf der alten Seidenstraße mit Aufenthalt in den Weltkulturerbe-Städten Buchara und
Samarkand, sowie der Besuch der Oase Chiwa sind in jeder Hinsicht beeindruckend. Auch moderne touristische Hilfsmittel
sind dabei im Einsatz. In Samarkand findet jeden Abend eine Licht- und Tonschau auf dem Rigestanplatz statt.
Eingerahmt von den drei Medressen ist es der zentrale Platz in der Stadt. Um eine schöne Aufnahme von unseren
Fahrzeugen vor entsprechender Kulisse machen zu können, räumt die Polizei extra eine Absperrung zur Seite.
Probleme gibt es in Usbekistan allerdings mit der Treibstoffbeschaffung. Viele Tankstellen sind wegen
Benzin-Rationierung geschlossen und so müssen wir mit Hilfe unserer einheimischen Fremdenführerin Larissa auf dem
Schwarzmarkt tätig werden. Auf einem Hinterhof wird schließlich nachgetankt. Der Preis für 45 Liter Diesel beträgt
rund 100.000 So´m. Dies entspricht etwa 44 Euro. Mangels Geldscheinen mit höherem Nennwert wechselt bündelweise das
Geld die Besitzer.
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Tanken in Usbekistan auf einem Hinterhof zu Schwarzmarktpreisen |
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Auf der weiteren Fahrt gen Osten, erreicht das Thermometer bis zu 38° C im Schatten. Die Straßen in Richtung
Taschkent sind allerdings in verhältnismäßig gutem Zustand, so dass wir pünktlich in der Hauptstadt von Usbekistan
eintreffen und noch am Nachmittag eine interessante Stadtrundfahrt machen können. Die Stadt hat sogar eine U-Bahn.
Am 26. Tag und nach etwa 6.700 zurückgelegten Kilometern, überqueren wir zum zweiten Mal die Grenze nach Kasachstan.
Das Land ist fast acht mal so groß wie Deutschland und hat dabei nur ca. 16,5 Millionen Einwohner. Die Abfertigung an
der Grenze dauert trotz Bakschisch wieder über vier Stunden.
Nach einer Zeltübernachtung in freier Natur bei Temperaturen, die nicht weit vom Gefrierpunkt entfernt sind, erreichen
wir auf teilweise guter Straße Almaty. Unweit der Stadt befindet sich ein Wintersportzentrum mit der berühmten
Hochgebirgs-Eisschnelllaufbahn „Medeo“, welche wir am Nachmittag besuchen.
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Auf der Piste im Thian Shan Gebirge |
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Nach einer schönen Fahrt durch Gebirgs- und grüne Flusslandschaften erreichen wir am 30. Tourtag
die chinesische Grenze, etwa 70 Kilometer vor Yining. Gleich, nach wiederum stundenlanger Grenzabfertigung, werden wir
mit großen Hallo von einem lokalem Autoclub in Empfang genommen und im Konvoi mit Polizeieskorte in die Stadt geleitet.
Nach einem offiziellen Empfang mit wichtigen Leuten der Stadt, geht es zur KFZ-Zulassungsstelle zur technischen
Untersuchung der Fahrzeuge – alle kommen durch, wenn auch teilweise mit Mängelfeststellungen. Unser Fahrzeug jedenfalls
ist Top. Ein chinesischer Führerschein und ein zusätzliches chinesisches Kennzeichen werden ausgestellt. Die
Weiterfahrt geht nun ins Hochgebirge und stellt teilweise höchste Anforderungen an den Fahrer und ans Material.
Der für die Strecke viel zu tief liegende Porsche zweier Rallyefahrer muss auf einen Transporter verladen werden;
er wäre sonst nicht durchgekommen. Eine ursprünglich geplante Zeltübernachtung in traumhafter Landschaft am Saikim See,
der in 2000 Meter Höhe liegt, wird wegen Sturm und Kälte unmöglich, so dass wir weiterfahren und schließlich in einem
Hotel übernachten können.
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Begegnung mit dem Chinesischen Löwen |
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Die nächsten Bergstrecken lassen nicht lange auf sich warten. Die Pistenfahrt ist wiederum für den Porsche und ein
anderes Fahrzeug nicht machbar, sie schlagen sich auf einer besseren Strecke durch. Streckenweise muss einer von uns
mit einem Spaten vor dem Fahrzeug hergehen und größere Steine von der Piste räumen.
In wundervoller Landschaft am Himmelssee, unweit von Urumqi, wird in 2200 Metern Höhe in ofenbeheizten Jurten
übernachtet. Allerdings gehen die Öfen im Laufe der Nacht aus und es wird empfindlich kalt. Am Morgen haben wir dann
bei wolkenlosem Himmel eine traumhafte Aussicht auf die schneebedeckten 5500 Meter hohen Berge des Bogda Shan Gebirges.
Auf der weiteren Fahrt werden die Wüsten Taklamakan und Gobi gestreift und bei Shan Shan in atemberaubender
Dünenlandschaft gezeltet. Der wolkenlose, nicht durch Licht gestörte Nachthimmel ist unglaublich schön.
In der Oase Dunhnang geht es dann in die Luft. Mit einem Hängegleiter fliegen wir über die Dünen, mit dem
Mondsichelsee mittendrin – ein tolles Erlebnis. Das UNESCO-Weltkulturerbe, die Mogao Grotte, in ein Fluss-Hochufer
hineingeschlagen, mit ihren präzise ausgeführten Zeichnungen und Figuren, beeindruckt uns sehr.
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Eingeschränkte Sicht auf der Fahrt durch die Taklimakan Wüste |
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Bei Jiayuguan erreichen wir die westlichen Endpunkte der großen chinesischen Mauer. Natürlich
werden unsere Fahrzeuge entsprechend aufgestellt, um schöne Fotos zur Erinnerung an diese Rallye zu machen.
Immerhin haben wir nun bereits 10.500 Kilometer unfallfreie Fahrt hinter uns gebracht. Den höchsten Punkt unserer
Tour überschreiten wir im Wushao Ling Gebrige in der Provinz Ganzu mit 2967 Metern. In etwa die gleiche Höhe wie die
Zugspitze.
Großer Empfang in Xi'an: Am Südtor der Stadtbefestigung wird mit riesigem Aufwand für uns eine Empfangsshow
veranstaltet, die bei uns heute noch Gänsehautfeeling hervorruft. Wenn man sich vorstellt: Der Kaiser schreitet über
die heruntergelassene Zugbrücke mit seinem Gefolge auf uns zu und geleitet uns in seine Stadt. Alles, was man sich
unter chinesischer historischer Folklore-Kunst vorstellt, wird in Szene gesetzt.
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Großartiger Empfang vor der Stadtmauer in Xi'an |
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Die nächsten Highlights unserer Tour sind die Terrakotta-Armee bei Xi'an, sowie die Longmen-Grotten und das
Shaolin-Kloster bei Luoyang. In der Stadt wird wieder ein großartiger Empfang für uns veranstaltet.
Auch in Pingdingshan, der Geburtsstadt unseres chinesischen Tourorganisators und Reisebegleiters auf dem
chinesischem Streckenabschnitt, Liu Guosheng, wird uns ein großer Empfang bereitet. Wieder werden wir mit großer
Polizeieskorte durch die Stadt zu unserem Hotel geleitet. Menschentrauben sind um unsere Fahrzeuge versammelt.
Zeitungs- und Fernsehinterviews müssen gegeben werden, selbst Babies werden gereicht, um mit uns fotografiert zu
werden. Abends werden wir dann zu einem großen Festbankett mit dem Provinz-Gouverneur und der Bürgermeisterin der
Stadt geladen.
Am nächsten Tag klinken wir uns aus dem Rallye-Tross aus und fahren – verbotener weise – auf eigene Verantwortung
über kleinste Landstraßen zum Wohnort der Schwiegereltern von Lutz nach Xuzhou. Diese Extratour hat zeitweise
Expeditionscharakter, zumal die Straßen- und Ortsschilder nur chinesisch beschriftet sind und wir uns mit viel
Richtungsgefühl vor tasten müssen. Trotzdem gelingt es uns pünktlich um 17 Uhr und ohne weitere Inanspruchnahme von
Hilfen, das Ziel zu erreichen. Auf diese Leistung sind wir besonders stolz. Die Freude bei der Familie über diesen
nicht planbaren überraschenden Besuch ist natürlich riesengroß. Nach diesem unerwartetem Familientreffen stoßen wir
in Nanjing dann wieder auf die übrigen Rallye Teilnehmer.
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Hatten wir in Krakau, Yining, Urumqi, Xi'an, Louyang und Pingdingsah bereits großartige Empfänge
erlebt, so schießt Wuxi den Vogel ab: Ein unbeschreibliches Zwei-Tage-Programm wird für uns gestaltet. Es beginnt
mit der Enthüllung eines Gedenksteines, der zukünftig an unseren Besuch erinnern soll, und endet mit dem Gesang eines
in roten Umhängen gewandten Frauenchores: „Alle Vögel sind schon da...!“. Dazwischen werden drei Festessen, eine
Dschunken-Tour auf dem Taihun See und eine Fahrt auf den Wasserläufen der Altstadt zu extra für uns geöffneten Museen
veranstaltet.
Damit wir bei der Dschunkenfahrt auch einen historischen Ausblick über den See genießen, werden zwölf weitere
Dschunken unter Segel gesetzt und eine weitere mit einem Fernsehteam bestückt, das pausenlos Aufnahmen von uns macht,
die dann in de Abendnachrichten gesendet werden.
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Hawaii lässt grüßen: Lutz(links) und Günter mit ihrem Fahrzeug vor dem Taihi See
bei Wuxi |
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Zu einer tollen Auto-Rallye gehören natürlich auch Fahrprüfungen. Das Team „Elbinsel Krautsand“ hat sich bei insgesamt
vier Prüfungen einiges einfallen lassen. Unser Ehrgeiz, dabei besonders herausragend zu sein, ist gedämpft, zumal
wir auf keinen Fall unser Fahrzeug überstrapazieren wollen. Leider können wir an einem Wettbewerb nicht teilnehmen,
weil wir – siehe oben – auf Extratour sind. Trotzdem, es macht Spaß, dabei zu sein.
Nun nähern wir uns der riesigen EXPO 2010-Stadt Shanghai. Allein das Stadtautobahnnetz, welches erst in den letzten
Jahren aus dem Boden gestampft wurde, ist gewaltig. Da wir beide, Lutz beruflich und ich privat reisend, in den
vergangenen 15 Jahren schon mehrmals in Shanghai waren, können wir uns über die Geschwindigkeit des Aufbaus nur noch
wundern.
In Shanghai wird für die Rallye-Teilnehmer am Ziel ein Triumphbogen aufgebaut, den wir großer Freude und Genugtuung
durchfahren. Im Garten des 5 Sterne Honggiao State Guest Hotel und am nächsten Tag in einem historischen
Innenstadt-Restaurant wird dann gefeiert, Pokale für die Zielerreichung und für die absolvierten Rallyeprüfungen
überreicht.
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Nach 53 Tagen: Das Ziel ist erreicht |
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Nach dem Besuch der Weltausstellung und Empfang, wiederum durch den Senatspräsidenten und Bremer Bürgermeister Jens
Böhrnsen, im Pavillon der Hansestadt Bremen, am Bremen-Tag auf der EXPO, sowie der Ablieferung der Fahrzeuge im Hafen
von Shanghai zum Rücktransport nach Bremerhaven, fliegen die Teilnehmer zurück in die Heimat.
Und was geschieht dort: wieder ein großer Empfang im Flughafengebäude mit Interviews für Radio Bremen und ein paar
Tage später für die Tageszeitung. Aber wir haben ja inzwischen Übung in diesem Metier.
Zurückgelegt haben wir an 53 Tagen insgesamt 13779 Kilometer und dabei 1055 Liter Dieseltreibstoff verbraucht. Nun
sind wir froh, Jan Carsten sein Fahrzeug wieder heil übergeben zu können.
Vom 4. - 6. Februar 2011 war es, in ungeputztem Originalzustand, der Hingucker auf dem Stand des W123-Club auf der
Bremen Classic Motorshow, aber das ist eine andere Geschichte.
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| Günter Kratsch und Lutz Wilkening |
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