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Freitag, 16. Juni bis Sonntag, 18. Juni 2006 in Hannover
 
Bildergalerie von Jahrestreffen 2006 (aus Bremer Sicht)
 

"Mit euch? Nie wieder! Und dann auch noch Zelten? Na ja, zumindest bis zum nächsten Jahr."

Freitag, 16. Juni 2006
Wir hatten uns für den Freitag als Anreisetag entschieden. Damit wir auch wirklich rechtzeitig ankommen, waren wir bereits für 8.30 Uhr in Riede verabredet. Es sollten dann nur noch ein paar Dinge in unseren Fahrzeugen verstaut werden um dann an der Autobahnraststätte Langwedel auf den letzten Teilnehmer unseres Konvois zu treffen.

Klappte natürlich nicht, aber wie hatten wir es auch anders erwarten können.

Wir hatten also schon an unserer ersten Station erhebliche Verspätung (+ 60). Und natürlich musste ein Teilnehmer ersteinmal Dieselkraftstoff bunkern und den Luftdruck richtig stellen. Dies nutzen die anderen zu einer ausgiebigen Pause, welche nach bisherigen 20 Kilometern Fahrstrecke auch nötig tat, schließlich hatten wir noch ein anstrengendes Wochenende vor uns.

Belegbar ist trotzdem, dass wir es dann aber doch tatsächlich ohne weitere Verzögerungen bis nach Hannover geschafft haben.

Am Springhorstsee angekommen ging es zunächst zum Zeltplatz, um die Behausung für die Nächte, die da kommen mögen, aufzustellen. Wir hatten relativ exakte Vorstellungen über den Standort unseres Zeltplatzes, was an sich nicht das Problem darstellte, aber mit den Gepflogenheiten des Zeltplatzes konträr ging. Also machten wir uns gleich gehörig unbeliebt, damit dass nicht erst am Abend erledigt werden musste, und diskutierten solange mit dem Verwalter, bis es endlich gelang, das Zelt an der für uns richtigen Stelle aufzustellen. Trotz eines vorherigen Übungsaufbaus, gab es gewisse Unstimmigkeiten beim Zeltaufbau, die mit dem Eintreffen des fünften Bewohners unseres Schlafplatzes beileibe nicht aus der Welt geschaffen werden konnten. Es gelang uns aber überraschend, in einem recht zufrieden stellenden Zeitrahmen, zumal wir auch noch zur Mercedes-Benz Niederlassung Hannover-Godshorn mussten, um unsere Startnummern in Empfang zu nehmen.

Nachdem dieser Formalakt unsere letzten Kraftreserven verbraucht hatte, galt es, unsere erschöpften Körper mit einem Mittagessen wieder aufzubauen. Erst diese Stärkung ermöglichte es uns, anschließend die angebotenen Workshops zum besuchen und die anwesenden Fahrzeuge zu bestaunen. Uns es gab reichlich Fahrzeuge die sich anschickten bestaunt zu werden. Nachdem der erste offizielle Teil des Treffens erledigt war, mussten Besorgungen für das abendliche Grillen bewältigt werden. Also fünf Mann in einen W123 und ab zum Supermarkt. Natürlich gelangt es uns auch hier nicht, ganz ohne Spuren zu hinterlassen, das Feld wieder zu räumen. Fast wäre auch noch ein Mitglied unserer illusteren Reisegruppe in dem Supermarkt verloren gegangen, aber die Geistesgegenwärtigkeit von einem von uns und der netten Stimme aus dem Lautsprecher, halfen ihn wieder zu finden.

Wir überbrückten die Zeit bis zur Nachtfahrt bei einem opulenten Mahl vom Grill und reichlich Kaltgetränken. Bis auf den Fahrer, der uns sicher durch die Nachtfahrt chauffieren sollte. Der, in Ermangelung eines großen O-Saft, sich mit reinstem Wasser begnügte.

Samstag, 17. Juni 2006
Der Tag begann früh, es mag so sechs Uhr gewesen sein. Warum wir so früh aufgestanden waren, bleibt im Dunkeln der Nacht zurück, es könnte aber an der mangelnden Luftbefüllung einiger Luftmatratzen gelegen haben, welches in der zweiten Nacht noch zu Irritationen führen sollte. Nach einer ausführlichen Dusche begaben wir uns zum Frühstück, oder besser in den Wartebereich vor dem Frühstücksraum, da dieser erst um 8 Uhr zur Verfügung stand. Nur eine kleine Unwegsamkeit an diesem ach so schönen und erfolgreichen Tag.

Es folgte der eigentliche Höhepunkt des Jahrestreffen: die Ausfahrt. Schlecht vorbereitet und ausgerüstet, wie immer also, begaben wir uns an das Ende der schon beträchtlichen Schlange vor dem Startpunkt. Es dauerte zwar eine ganze Zeit bis wir das Roadbook in Empfang nehmen konnten, aber dann ging es mit Begeisterung auf die Strecke.
Es war eine anspruchvolle, nicht zu schwierige, kulturell wertvolle, landschaftlich sehenswerte und in angemessenem Zeitrahmen zu bewältigende Strecke. Dazu galt es teilweise verzwickte Fragen und Aufgaben zu lösen.
Wir rollten los. Erster Haltepunkt war eine Verpflegungsstation. Die hier ausgeteilten Getränkebehältnisse galt es beim Ziel wieder mit abzugeben. Es war sogar ein Kameramann anwesend und filmte die kritische Übergabe der Verpflegung. Wir haben es aber ohne Probleme gemeistert. Weiter ging es.
Die Frage aus dem Roadbook bezogen sich zum Teil auf allgemeine Fragen zur Umgebung und Strecken spezifische Fragen, die wir dann während der gemütlichen Fahrt durch die Landschaft gemeinsam im Team lösten. Die Fragen zur Technik des Mercedes-Benz W123 konnten von uns ebenfalls sehr zufrieden stellend beantwortet werden.
Wir näherten uns dem zweiten "Checkpoint". Hier galt es den mit dem meisten Geschick und Zielgenauigkeit unter uns zu finden. Es sollten Ringe über eine Kugelkopfkupplung eines W123 geworfen werden. Mit einem Treffer lagen wir gut im Rennen.
Nach diesem erfrischenden Spielchen galt es weiter der Strecke zu folgen, die das Roadbook uns wies. Wobei eventuelle eigenmächtige Streckenänderungen nicht an der hervorragenden Qualität der Streckenbeschreibung lagen. Vielmehr gelüstete es uns verschiedentlich eine Pause einzulegen. Es sollte ein gemütlicher Tag werden.
Am nächsten Kontrollpunkt gab es zunächst Verwirrung. Zuerst: wo sollten wir parken, es waren ja schon so viele vor uns da und immer noch da, und nach uns kamen nur noch wenige. Hatten wir mal wieder getrödelt oder uns zwischenzeitlich verfahren? Zweitens: wie hatten wir dieses Spiel zu verstehen und welche Technik war die beste es zu bewältigen. Die Aufgabe war schnell erklärt. Es galt, vier Bälle in den Kofferraum einer W123 Limousine zu werfen. Die Technik, mit der dieses zu bewältigen war, führte aber zu Diskussionen. Durch das Anwenden von zwei verschiedenen Wurf-Techniken konnten wir schließlich zwei Bälle versenken. Dieses führte dazu, dass einige Personen Schusswaffen erwerben wollten um sich selbst zu richten, dann aber zu dem Schluss kamen, die Personen zu erschießen die zwei Bälle versenkt hatten. Ist ja auch logischer, irgendwie.
Der Letzte Punkt vor der Zieleinfahrt war der perfideste Trick der Veranstalter. Es beugte sich jemand durchs Fenster und hielt den Kilometerstand verdeckt, welcher dann von uns zu erraten war. Wir lagen nur wenig daneben, wenn man den Vergleich mit anderen Teilnehmern sucht.
Nachdem alle Aufgaben erledigt und alle Fragen beantwortet waren, fuhren wir also zurück zum Startpunkt, an dem sich auch zugleich das Ziel des heutigen Tages befand. Wir gaben den ausgefüllten Fragenkatalog und die Flaschen ab, welches wir uns quittieren ließen, man weiß ja nie. Der Festabend konnte kommen.

Es war ein großes Zelt aufgestellt, indem wir alle Platz fanden. Wir begaben uns an den Tisch des letztjährigen Gewinners des Wanderpokals. Nach der Eröffnungsrede wurde endlich das Büffet eröffnet. Es wurden allerhand Köstlichkeiten aufgetischt, welche neben dem optischen auch Gaumenfreuden hervorriefen. Nach klassischer Musik, dargebracht durch einen aufstrebenden Opernsänger, war es nun endlich an der Zeit, den Höhenpunkt des Abends zu beginnen: die Verleihung der Pokale. Wider jede Erwartung gewannen wir den Pokal für den dritten und den ersten Platz in der Ausfahrt. Als Krönung ging auch noch der Schweinepreis an uns, welches wir mit ausgedehnten Jubelschreien kommentierten. Es war ein erfolgreicher Tag, den wir anschließend ausgiebig feierten.

Sonntag, 18. Juni 2006
Eine unruhige Nacht lag hinter uns, da eine gewisse Person gewissen Vorkehrungen gegen das entweichen der Luft aus seiner Matratze getroffen hatte und dementsprechend mehrmals in der Nacht den entsprechenden Kompressor zum wiederbefüllen der selbigen betätigte. Aber eine Dusche und eine ausgiebiges Frühstück stärkten uns für den abschließenden Sonntag.
Bereits vor der Mitgliederversammlung, begannen wir unser Zelt abzubauen und unsere Sachen in die Fahrzeuge zu verladen. Eingestellt auf eine zügige Abwicklung der anstehenden Vorstandswahlen und getragen von den Eindrücken des letzten Tages, begaben wir uns zur Mitgliederversammlung. Es sollte wohl die längste in der Geschichte werden. Aber um halb drei hatten wir auch das hinter uns und wir machten uns daran die letzten Dinge zu verstauen und uns auf die Rückfahrt vorzubereiten.
Es begann die Letzte Etappe an diesem ereignisreichen Wochenende: Die Heimfahrt. Obwohl erschöpft meisterten wir auch diese letzte Hürde.

Es bleiben schöne Erinnerungen an ein gelungenes Jahrestreffen. Vielen Dank an die Organisation vom Stammtisch Hannover.