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Freitag, 05. Juni bis Sonntag, 07. Juni 2009 in Karlsruhe und Bad Herrenalb
 
Bildergalerie von Jahrestreffen 2009 (aus Bremer Sicht)
 

"Hoch auf dem gelben Wagen - Ein Reisebericht"

Es war einmal...

Drei verwegene Recken und ihr tapferes Streitross machten sich auf zu einem Turnier im fernen Badener-Land, um ihre Kräfte in einem Wettstreit mit anderen verwegenen Streitern aus dem gesamten Königreich zu messen. Nichts anderes als den Erfolg vor Augen und das Herz der Prinzessin zu gewinnen, machten sich unsere tapferen Weggefährten auf den langen, beschwerlichen und mit vielen Gefahren versehenden langen Marsch....

So, oder ähnlich, könnte man die Geschichten um das Jahrestreffen 2009 beginnen, aber sehen wir den Tatsachen ins Auge.

Früh am morgen den 5. Juni sollte die Fahrt beginnen. Allerdings stellte uns das schon vor die ersten Probleme. Wie war es auch anders zu erwarten.
Mit mehr als 30 minütiger Verspätung traten wir, zunächst nur zu zweit, die Fahrt an, welche nach ca. 35 Kilometern schon fast ein jähes Ende gefunden hätte.

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Qualmend und von üblen Gerüchen begleitet, war der erste Parkplatz schon mal der unsere (2006, zum Treffen in Hannover, war dies auch schon unser erster Halt, wenn auch freiwilliger Natur).
Unser gelber "Raketenwagen" machte also schon jetzt die ersten Zicken. Zum Glück ließ sich das Problem mit der fest gegangenen Bremse durch unser handwerkliches Geschick und die hervorragende technische Ausrüstung schnell beseitigen.
Wir verweigerten uns aber daraufhin bis Hannover, wo wir die dritte Person unserer illustren Reisegruppe einsammelten, der Benutzung der Bremse. Was uns auch fast gelang, hätten wir nicht in atemberaubendem Tempo die Einfahrt zum Parkplatz rechts liegen gelassen.
Vom Kopfschütteln der anwesenden, unbeteiligten Personen begleitet, luden wir also das Gepäck in den schon überfüllten Wagen und machten uns an die Weiterfahrt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass wir eigentlich zu viert die Reise antreten wollten. Wie wir allerdings das Gepäck, geschweige den vierten Mitfahrer hätten unterbringen sollen, muss an dieser Stelle ungeklärt bleiben.
Die weitere Fahrt über blieben wir von Unannehmlichkeiten verschont und nutzen sie für ausführliche Tests unseres gelben Rennwagens. Neben dem überragenden äußerlichen Erscheinungsbild, welches wir auf der Autobahn abgaben, konnte unser Fahrzeug auch durch exorbitante Beschleunigungswerte und Höchstgeschwindigkeit überzeugen, frei nach dem Motto: "Höchstgeschwindigkeit ist gleich Dauerreisegeschwindigkeit".

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Weitere Anmerkungen zur Fahrt nach Karlsruhe, unserem ersten wirklichen Stopp, erübrigen sich. Wir fuhren schließlich in einem W123.

Wir trafen, naturgemäß, mal wieder fast als letzte bei Mercedes in Karlsruhe ein. Sogleich meldeten wir uns ordnungsgemäß an und machten uns sogleich an die Aufnahme der ortstypischen kulinarischen Köstlichkeiten, Flammkuchen und Bratwurst.
Auf die Nachfrage bei den Organisatoren, ob denn auch alle zu erwartenden Trophäen in unseren Wagen würden Platz haben, wurde mit einem Lächeln und einem deutlichen "Ja" geantwortet. Wir waren beruhigt.

Was dann folgte, hatte noch keiner von uns gesehen. In liebevollem Chaos fanden wir im Fahrzeugmuseum Marxzell eine schier unglaubliche Ansammlung von Exponaten aus allen Epochen der modernen Fortbewegung. Vom Hochrad um 1850 bis zu Fahrzeugen aus den 80iger Jahren war alles vertreten. Darüber hinaus fanden sich noch eine Unzahl weiterer zeitgenössischer Ausstellungstücke in dem Museum. Man kann es nur schwer beschreiben, man muss es gesehen haben.

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Es stand nun die zunächst letzte Etappe dieses Tages an, Bad Herrenalb.
Wir quartierten uns zunächst in unserem Hotel ein. Gestresst von der langen Anfahrt, ruhte sich zunächst ein Teil von uns aus und testete die angebotenen Schlafgelegenheiten, der andere Teil machte sich daran, die "Lokalität" zu Erkundschaften und schon mal die "Spezialitäten" des Ortes zu verköstigen.
Aber die Zeit rannte in ungeahntem Maße und der internationale Stammtisch stand an. Trotz kurzfristiger Umdisponierung des Veranstaltungsortes, sorgten wir für einen gelungenen Abend, der unter der Prämisse stehen sollte: "Wir wollen nichts trinken, denn morgen müssen wir fit sein." Hier war eindeutig nur der Gute Wille Vater des Gedanken.
Dank der zuvorkommenden Bedienung, die uns auch exotische Getränke aus fernen Ländern organisierte, war die Stimmung überschwänglich. Der Grundstein für die Ausfahrt war gelegt. Weit nach Mitternacht ließen wir den Tag ausklingen.

Morgens 6:15 in Bad Herrenalb, der Wecker klingelt, das Haar sitzt.
Frisch gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück, machten wir uns auf zum Startpunkt der Ausfahrt. Es war inzwischen Samstag geworden.
Mit 8:30h war der Startzeitpunkt sehr früh angesetzt, aber entgegen aller Erwartungen, rollten wir doch als zweites Team an den Start. Nützen sollte es uns allerdings nicht viel.
Die Ausfahrt führte uns durch die Ausläufer des Nordschwarzwaldes, welche sich an diesem Morgen etwas nebelig präsentierte, was nicht an dem vorangegangenen Abend, sondern lediglich am Wetter lag. Sie hielt einige Überraschungen für uns bereit und verlangte uns einiges ab. So mussten ausgiebige Waldspaziergänge unternommen werden, künstlerisch hochwertige Gemälde gefertigt und Bilderrätsel gelöst werden. Aber auch unser geschultes Gehör und Geschick beim Ringe werfen waren gefordert.

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Bis auf das Ringe werfen, wo wir als Bewegungslegasteniker natürlich hoffnungslos versagten, konnten wir alle Aufgaben meisterlich bewerkstelligen. Zwar führte die eine oder andere Aufgabe zu gewissen Diskrepanzen im Team, aber auch die konnten beigelegt werden und nach schier unendlichen 7 ½ Stunden hatten wir dann doch, fast als letztes, das Ziel erreicht. Es war wohl die längste Ausfahrt eines Jahrestreffens, an der wir seit langem teilgenommen haben. Dies lag allerdings nicht an der Ausfahrt selber, sondern vielmehr an unserer, teilweise überpeniblen Beantwortung der Fragen.
Viel Zeit hat uns auch die Beantwortung des Expertenfragebogens gekostet. Allerdings sollte sich später zeigen, dass sich hier die Mühe besonders gelohnt hatte.
Mit guter Stimmung und siegesgewiss machten wir uns dann auf zum Festabend, um den Samstag gebührend ausklingen zu lassen. Das ausgezeichnete Buffet geriet dabei fast zur Nebensache. Mit Spannung erwarteten wir die alljährliche Siegerehrung, unserem Hauptaugenmerk an diesem Abend. Erwartungsgemäß konnten wir den ersten Preis im Expertenquiz abräumen. Die Ausfahrt konnten wir allerdings nicht gewinnen, da eine gänzlich untechnische Disziplin, das Ringewerfen, den Ausschlag über Sieg oder Niederlage gegeben hat. Nächstes Jahr sind wir aber auch dafür vorbereitet.
Daneben wurde auch noch ein Preis für die längste Anreise vergeben. Unsere Anfrage nach einem Preis für die langsamste Absolvierung der Ausfahrt, wurde allerdings nicht beantwortet. Da wären wir auf jeden Fall vorne mit dabei gewesen.

Nach dem erfolgreichen Samstag, wollten wir den Sonntag nutzen, um ins nahe gelegene Mercedes-Benz Museum nach Stuttgart zu fahren. Wenn wir schon mal in der Gegend sind, so dachten wir uns, sollten wir die Gelegenheit auch nutzen.

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Im Stuttgarter Museum erwartete uns das Gesamte Spektrum von Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz. Angefangen beim Benz Patentmotorwagen, über Vorkriegsmodelle bis zu Technologieträgern der neuesten Generation, wurde uns alles gezeigt, was die Marke mit dem Stern zu bieten hatte und immer noch hat. Neben Personenwagen, fanden sich auch Nutzfahrzeuge und Sonderaufbauten aller Couleur. Die fünf Stunden, die wir uns dafür Zeit ließen, reichten bei weitem nicht aus, alle Feinheiten der Exponate zu entdecken. Ein weiterer Besuch wird wohl unerlässlich sein.

Nach diesen drei Tagen voller Eindrücke, machten wir uns auf die Heimreise, die ziemlich unspektakulär verlief. So um 22 Uhr, nachdem wir uns zwischenzeitlich wieder in alle Himmelsrichtungen verteilt hatten, dürfte jeder von uns zu Hause angekommen und mit den Bildern der letzten Tage im Kopf, erschöpft in heimatliche Bett gefallen sein.

Uns bleibt nur noch dem Stammtisch Baden für die reibungslose Organisation des Jahrestreffens zu danken, welches uns mal wieder lange in Erinnerung bleiben wird. Zumindest bis zum nächsten Treffen.

P.S. Einen Besonderen Dank an Sandy aus dem Chevy in Bad Herrenalb. Wir haben den Service sehr genossen.